Ältestenkreis

FotoStand: Januar 2016

Die Mitglieder unserers Ältestenkreises

Prof. Dr. Anne-Kathrin Cassier-Woidasky, Pflegewissenschaftlerin · Ingrid Diefenbacher · Hildegard Gerecke,  Polizeipräsidentin a. D. · David Hartmann, IT-Controller · Claudia Hohmeister, Rechtsanwältin und Mediatorin · Götz Christian Krall, Jurist · Christoph Model · Adina Scheyhing, Musikerin · Laura Simon, Freelance Übersetzerin und Lektorin · Heidrun Valentin, Lehrerin i.R. · Dr. Wolfgang Voigts, Diplom-Physiker i.R.

 

Gemeindeleben als Kirchenälteste(r) mitgestalten

Was zu den Aufgaben eines Ältestenkreises gehört, kann der Grundordnung und dem Handbbuch für Kirchenälteste der Evangelischen Landeskirche in Baden entnommen werden.

Gesetze und Ordnungen sind wichtig für geregelte Vollzüge. Spannender allerdings sind konkrete Geschichten und Erfahrungen. Daher hier ein Kurzinterview von 2017 mit Christoph Model, einem unserer Ältesten:

Dreieinhalb Jahre als Kirchenältester der Gemeinde an der Christuskirche - eine kleine Bilanz:

Was mich bewogen hat, als Ältester zu kandidieren:

Ich wurde damals von einer der Pfarrerinnen gefragt, ob ich mir vorstellen könnte ein Ältestenamt in der Gemeinde zu übernehmen. Anfangs konnte ich mir wenig darunter vorstellen, nicht nur ob des etwas sperrigen Begriffs. Jedoch lag mir das Engagement in der Gemeinde am Herzen und so ließ ich mich zur Wahl aufstellen.

Wie aufregend war das Wahlprozedere?

Zur Kirchenwahl 2013 waren weniger Anwärter als die Sollzahl für diese Gemeindegröße aufgestellt. Somit hielt sich die Aufregung in Grenzen. Dennoch verspürte ich, dass das Amt auch eine Verantwortung mit sich bringt.

Die wesentlichen Aufgaben eines Ältestenkreises:

Gemeinsam mit den Pfarrpersonen die Gemeinde zu leiten. Mit zu denken und bedenken. Das bedeutet ganz konkret in den Sitzungen Anfragen und Aufgaben aus den verschiedenen Bereichen der Gemeinde aufzugreifen und zu diskutieren, zu entscheiden und mitzutragen.
Die Ältesten wirken im Wechsel bei den Gottesdiensten mit, u.a. bei der Schriftlesung und dem Austeilen des Abendmahls.

Ich habe das "Ressort" Gemeindebrief übernommen, weil...

... ich schon vor der Zeit im Ältestenkreis ab und zu Gemeindebriefe ausgetragen hatte und die Aufgabe noch Unterstützung brauchte. Ich bin kein Profi, was Redaktionsarbeit angeht und zum Glück haben wir einen guten Grafiker, der sich um das Layout sorgt. Die Arbeit in der Redaktion gab mir Einblick in die vielfältigen Kreise der Gemeinde, die man sonst vielleicht nicht sofort wahr nimmt.

Schwierig war...

Durch die Berufstätigkeit ist man recht eingeschränkt im Kontakt zu Gruppen der Gemeinde, die sich z.B. nachmittags unter der Woche treffen.
Im Kreis der Ältesten treffen Personen aus unterschiedlichen Berufen, Altersgruppen und Temperamenten aufeinander. Die Auseinandersetzung in dieser Runde ist wichtig, aber manchmal auch zäh.

Schön war...

Andererseits ist diese Vielfalt eine unglaubliche Bereicherung. Verschiedene Fragestellungen auch durch die „Brille“ des anderen zu sehen hilft, die eigene vorgefertigte Meinung zu überdenken.

Was mich bewogen hat, das Amt als Ältester vorzeitig zu beenden:

Aus beruflichen und privaten Gründen ziehe ich weg von Karlsruhe. Damit ist auch das Ausscheiden aus dem Ältestenamt verbunden. Das bedeutet Abschied, der nicht leicht fällt, aber auch Aufbruch und Veränderung.

Mein Tipp für Interessenten und Einsteiger:

Mitmachen, ausprobieren! Gemeindearbeit ist etwas, was lebt und belebt.