Gottesdienst für alle Generationen am 24. März 2016

Gethsemane-Feier am Gründonnerstag

Ein Gottesdienst für alle Sinne und für alle Generationen - das sollte die Gethsemane-Feier am Gründonnerstag werden. Und sie wurde es. Da wurde gewandelt, gehört, gesungen, gegessen und gefühlt. Doch der Reihe nach: Mit Lesungen, Liedern und Gebeten wurden die Gottesdienstbesuchenden in das biblische Geschehen des Gründonnerstages mithineingenommen. Entsprechend unserer heutigen Kultur des gemeinsamen Essens lud Pfarrerin Hug nicht zu einer Fußwaschung, sondern zu einer Handwaschung an den Altar ein.

Dem schloss sich zunächst eine liturgische Abendmahlsfeier an und daran ein gemeinsames Essen. Dazu waren im Altarraum Tische vorbereitet, an denen man Platz nehmen konnte. Wie schön, dass die bereitgestellten Stühle nicht ausgereicht haben und ergänzt werden mussten - zeigt dies doch, dass mehr Menschen der Einladung gefolgt waren, wie zunächst gedacht. So saßen ganz unterschiedliche Menschen zusammen und reichten sich Brot, Käse, Obst, Gemüse, Saft und Wasser. Der jüngste Teilnehmer war übrigens zwei Jahre alt, der älteste 89 Jahre.

Sehr eindrücklich war dann der Bezug zur Gefangennahme Jesu inszeniert: mit Fackeln wurden alle durch den Mittelgang der Kirche nach draußen geleitet. Dort schloss die Szene von der Verleugnung des Petrus den biblischen Teil ab. Durch Gebet und Segen gestärkt gingen alle still auseinander.

Ich danke dem Gottesdienst-Team um G. Hug und N. Deutscher herzlich für diese eindrückliche Feier. Was den Gründonnerstag prägt, ist anschaulich und nachvollziehbar geworden. Vieles hat nachdenklich gemacht, anderes einfach gut getan. Für mich persönlich war es hilfreich als innere Vorbereitung auf Karfreitag und dann auch auf Ostern. Ich freue mich schon auf ein nächstes Mal!

Susanne Betz,
Bildungsreferentin für Erwachsenen- und Familienbildung der Evangelischen Landeskirche in Baden

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