Rut - Aus Wurzeln leben

Ein Tag nur für Kinder? Bei weitem nicht, denn auch die Großen haben sich begeistern lassen. Am 16. April ging es um Rut, eine Frau aus der Bibel. Das Buch Rut steht im Alten Testament, es ist novellenhaft geschrieben und so aktuell wie eh und je. Rut selbst war ein „Flüchtling“, denn sie hat ihre Heimat aus Solidarität zu ihrer Schwiegermutter verlassen und fand in der Fremde schließlich ihre neue Heimat – auch im Glauben.

 

 

Nach eindrucksvoller Erzählung, in die Kinder aktiv mit einbezogen wurden, verteilten sich alle teilnehmenden Kinder auf verschiedene Workshops.

Sie bastelten Stammbäume für ihre eigene Familie, erlebten wie anstrengend und bereichernd es zugleich sein kann, wenn das Brötchenbacken das Lesen und Mahlen des Getreides erfordert, bevor der Teig zubereitet werden kann.

 

 

 

 

In einem Nebenraum konnten Szenen der Rutgeschichte (oder auch anderes) mit Naturmaterialien gestaltet werden.

 

 

 

 

Ein anderes Angebot befasste sich mit fremden Sprachen, denn auch Rut musste sich in der neuen Heimat sprachlich zurecht finden. So übersetzen die in der „Friede sei mit dir!“ in verschiedene Sprachen, auch in die Gebärdensprache.

 

 

Nach Singen und gemeinsamen Mittagessen wurde u.a. die darstellende Lesung der Rut-Geschichte mit einigen Kindern  für den Gottesdienst am Sonntag eingeübt.

Und so war der Albert-Schweitzer-Saal bis in den Nachmittag hinein belebt - mit freudigen KInderstimmen und und bereichernden Erlebnissen, die uns Großen deutlich machten, wie viele sehr unterschiedliche Kinder, Teil der Gemeinde an der Christuskirche sind und die Gemeinschaft dort mitgestalten wollen.

 

Dies offenbarte sich deutlich im Gottesdienst für alle Generationen, der Alt und Jung am Sonntag nach dem Kindertag in die Christuskirche lockte. Dort erläuterten die Kinder ihre fremdsprachlichen Friedensgrüße, stellten das Leben der Rut nach und sprachen Gebete.

 

 

 

Alle Gottesdienstbesucher erhielten ein grünes Blatt, das mit ihrem Namen versehen an den auf eine große Pappe gemalten Baum geklebt wurde. Am Fuß des Baumes lag eine große Wurzel, die alle an ihre eigenen Wurzeln erinnerte, und doch gleichzeitig offenbarte, dass niemand allein durch das Leben geht, sondern alle in einer großen Gemeinschaft unter Gottes Segen stehen. An diesem Sonntag machten Klein und Groß „die Leuchtkraft der biblischen Texte und Traditionen auch für unsere Zeit spürbar und erlebbar“.

Nicole Deutscher

 

 

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